Die Geschichte und Entwicklung des Tangos als Comic - spannend und amüsant aufbereitet, informativ und interessant. Alle Tangogrößen werden kurz vorgestellt.
Mit zahlreichen Tango-Textausschnitten (leider nur auf deutsch) versehen und zum Schluss noch Cruzado, Salida, Ocho und Retroceso nach dem System von Juan Carlos Copes fotografisch dargestellt. Der Autor Horacio Salas, Gründungsmitglied der Academia Nacional de Tango, gilt als größter Tangospezialist der Welt und hat die wichtigsten Fakten zusammengetragen, die ansprechenden und lebendigen Illustrationen stammen aus der Feder von Lato, der mit seinen Comic-Zeichnungen und Illustrationen weit über Argentinien hinaus bekannt ist.
Nebenbei erfährt man auch noch einiges über berühmte Persönlichkeiten, die als Namensgeber von Tangos, Straßen, Plätzen oder U-Bahn-Stationen in Buenos Aires fungieren (Evaristo Carriego z.B. war ein Dichter, der arme Menschen und Außenseiter, also die underdogs Argentiniens, zum Mittelpunkt seiner Romane gemacht und sich sozialkritisch mit ihrem Leben auseinandergesetzt hat und der auch für Jorge Luis Borges Quelle der Inspiration war).
Auch das ambivalente Verhältnis der Argentinier zu Astor Piazzolla wird nach Lektüre dieses Buches verständlicher. Und dass sie die letzten Überlebenden des goldenen Zeitalters so ehren und schätzen.
Man darf sich von diesem ca. 180 Seiten umfassenden Buch keine langen Abhandlungen erwarten - die Inhalte sind kurz und knapp, aber auf den Punkt gebracht. Natürlich wird auch die (sich im Lauf der Jahre verändernde) Rolle der Frauen im Tango als (Tanz)Partnerin, Sängerin oder Musikerin in mehreren Kapiteln beleuchtet. Ihr könnt Euch im folgenden Auszug davon selbst ein Bild machen ... (wenn ich es EDV-technisch hinkriege ...)
Originelles Buch, das in der Edition E. Heidenreich bei C. Bertelsmann herausgebracht wurde und das von mir mit 2,5 von 3 Sternen bewertet wird. Durch den Comic-Ansatz auch für Lesemuffel empfehlenswert, denen die Tangogeschichte sonst zu trocken ist. Und alle anderen werden es sowieso verschlingen.
Das nächste "La Pista" im Ursulinenhof findet am
Donnerstag, dem 19. August 2010 ab 20.30 statt.
Wie die U-Hof-Verwaltung heute (Montag) mitgeteilt hat, ist der Gewölbesaal fertig renoviert und wir sind daher entgegen ersten Informationen diese Woche wieder im 1. Stock!
Wir mußten wegen Umbauarbeiten im Ursulinenhof in das Erdgeschoß ausweichen.
Der Saal "Galerie Kunstverein" hat in etwa die gleiche Größe wie der Gewölbesaal, und ist beim Großteil der Besucher besser angekommen als der Gewölbesaal.
Erstens konnte die Luft gut zirkulieren, da an beiden Raumenden Türen sind und außerdem besteht für Spaziergänger im Innenhof des U-Hofs eine sehr gute Gelegenheit, ein wenig zu verweilen und uns bei unserer Lieblingsbeschäftigung zuzusehen.
Sehr guter Besuch auch von anderen Tangoszenen (Passau, Steyr, Reindlmühl...) - leider ein leerer Akku in meiner Kamera und somit ausnahmsweise keine Fotos :-((
Die Abwicklung der Musik gelang uns leider nicht ganz so professionell, aber dafür gab es eine gelungene Vorstellung der aktuellen Otros Aires-CD.
Wenn ich immer nur das tun würde, was von mir erwartet wird, könnte man folgendes auf meinen Grabstein schreiben: "Mein Leben hat allen gefallen, nur mir nicht" !!!
...und der etwas andere Fernsehtipp: "Der Sohn der Braut"
Midlife-Crisis auf Argentinisch
großartiger, wunderbar menschlicher, vielfach preisgekrönter Film
ACHTUNG:
AUF GRUND EINES FALSCHEN VERANSTALTUNGSHINWEISES IN DER RUNDSCHAU HABEN WIR DAS FOLGENDE KONZERT ANGEKÜNDIGT, DAS ABER LAUT VERANSTALTER NICHT STATTFINDET:
Montag, 26. Juli 2010
Pfarrkirche St. Markus, Gründberg:
"Musik aus Argentinien" mit dem Trio "Cronopio"
Das nächste "La Pista" im Gewölbesaal/Ursulinenhof findet am
Donnerstag, dem 22. Juli 2010 ab 20.30 statt.
18:00 - 19:30 Uhr offener Anfängerkurs - Einstieg jederzeit möglich
19.30 - 20.30 Practica für jedes Niveau
Es gibt keine Zufälle ...
Gotan Project kommen am 11.11. in den Posthof nach Linz und präsentieren ihre neue CD. Wer sie live erleben möchte: Es gibt Stehplätze um Euro 40,60.
Neo-Tango-Freunde kommen mit den CD-Erscheinungen der letzten Wochen voll auf ihre Kosten: Es gibt neue Silberlinge von Otros Aires, Tanghetto und Gotan Project.
Otros Aires bleiben mit ihrer CD "Tricota" ihrem bewährten Stil treu und schließen nahtlos an die letzten beiden Veröffentlichungen an. Die meisten Stücke sind Eigenkompositionen, die in der für sie charakteristischen Art instrumentiert und elektronisch aufgepeppt sind. Die CD ist sehr tanzbar, es finden sich Tangos, Milongas und ein Vals auf dem leider nur 10 Titel umfassenden Werk. Schnelles wechselt mit Langsamem, Nachdenkliches mit Lustigem und sorgt für einen variantenreichen Mix. Die Stimme von Miguel di Genova ist sexy wie eh und je. Am besten gefallen mir "Mariposíta" und "Tristeza de Arrabal". Für mich der eindeutige Favorit in diesem Dreiergespann und wirklich empfehlenswert. Einziges Minus: Dauert mit nicht einmal 35 Minuten viel zu kurz.
Auch Tanghetto mit "mas alla del sur" sind schon beim ersten Takt eindeutig erkennbar - wo Tanghetto draufsteht ist auch Tanghetto drin. Die 12 Titel mit einer Gesamtspielzeit von ca. 48 Minuten eignen sich gut zum Tanzen, aber durchaus auch als Lounge-Musik. Alle Stücke sind wie gewohnt instrumental. Die Musiker haben Anleihen bei Astor Piazolla genommen und seine "Suite Troileada" (komponiert anlässlich des Todes von Anibal Troilo) findet sich in Form von "Zita" auf dieser CD ebenso wie "Bahia Blanca" von DiSarli und "Fake Plastic Trees" von Radiohead. Zu jedem der Musikstücke gibt es einen (spanischen) Kommentar der Musiker auf dem cover. Sehr schön: "La Zamba" im 6/8 Takt - eine Ballade zum Tanzen und Träumen.
Meine Nummer 2 im ranking.
Enttäuscht hat mich "Tango 3.0" von Gotan Project. Das Cover mit dem booklet ist zwar originell und gut gelungen , aber hier finde ich nur wenige Titel, die für mich "Tango" sind. Die meisten Stücke sind auch nicht für die Milonga geeignet - zum Tanzen zu langsam und in doppeltem Tempo zu schnell. Und beim Zuhören kommt keine richtige Stimmung auf. Daniel Melingo hat in "Tu misterio" einen Gastauftritt als Sänger und Klarinettist.
Am ehesten kann ich mich noch mit "Érase una vez" anfreunden, aber es gibt keinen einzigen track der insgesamt 11, der mich wirklich vom Hocker reißt. Also: Meiner Meinung nach verpasst man wenig, wenn man diese CD nicht sein Eigen nennt und die erste CD von Gotan ist und bleibt die beste. Fazit: Am ehesten für Sammler, die alles haben wollen - passt am besten ab 3 Uhr früh auf eine Cross-Over-Milonga.
Alle CDs (z.T. mit Hörproben) gibt es bei amazon.
Ich warte auch schon sehnsüchtig auf Neues von BajoFondo - aber "Mar Dulce" wird schwer zu toppen sein.
Hier noch ein link zu einem interessanten Artikel, in dem es um "Retro-Tango" und den immer wieder heftig diskutierten Unterschied (?) zwischen "Neo Tango" , "Tango Nuevo" und "Elektro-Tango" geht (danke Don Pedro!).
Auch wir hätten uns mehr Besuch erhofft, haben aber schon aufgrund der vielen Veranstaltungen und Liveauftritte in den Wochen zuvor befürchtet, dass sich der Besuch - vor allem von auswärts - in Grenzen halten wird. Die "Himmelfahrtstage" von Magnus wurden heuer unerwartet einige Wochen später angesetzt als in den Jahren zuvor und der mehrmalige Besuch von Capotango war zwar erfreulich, aber ebenfalls unerwartet und sicher nicht von Vorteil, was das Interesse an Porque-Tango betrifft.
Wir pflichten Enrico jedenfalls bei, dass es bei Weitem die beste Livemusik war, die wir im Tango bisher in Linz hatten - und auch die von ihm mit viel Liebe sachkundig zusammengestellte Musik hätte sich wesentlich mehr ZuhörerInnen und TänzerInnen verdient.
Der Vereinsvorstand von Tango Neo Pasion hat sich am Tag danach zum Resümee getroffen und es ist leider sehr fraglich, ob wir uns solche Veranstaltungen in Zukunft leisten können und wollen, denn wir hätten zumindest doppelt so viele Karten verkaufen müssen, um keinen Verlust zu machen.
Uns geht´s damit sicher auch nicht gut, denn das Organisieren einer solchen Veranstaltung verlangt ehrenamtlich viel Zeit, Überlegungen und Laufarbeit.
Auf unserer Page haben wir bereits im April mit der Werbung begonnen - das hätten wir auch nicht als zu spät erachtet.
Alles in allem war es ein musikalisch sehr gelungener Abend - danke dem Organisationsteam, dem TJ und allen, die gekommen sind! - bei dem leider ein bitterer Nachgeschmack bleibt.
Tangogeschichten von Katrin Dorn,
erschienen bei dtv, erhältlich bei amazon
Geschichten, die vom Tango handeln - die eine mehr, die andere weniger. Die deutsche Schiftstellerin Katrin Dorn schreibt in den 13 abwechslungsreichen Erzählungen, die in diesem Band enthalten sind, von der Nähe, die zwei Menschen trennt und trifft mit vielem mitten ins Herz.
Die Schauplätze liegen einerseits in Buenos Aires, wo sie sich z.B. mit der Zeit der Militärdiktatur und den tausenden verschwundenen Menschen auseinandersetzt, aber auch den Nationalsozialismus und die Nazis, die sich einer Verurteilung durch Flucht entzogen haben, zum Thema nimmt. Auch der Tango in Deutschland wird von ihr in fesselnde Erzählungen verpackt, in denen man sich (oder andere) leicht wiederfinden kann.
Das Buch ist ein originelles Mitbringsel für TangotänzerInnen, aber auch ein nettes Geschenk an einen selbst. Katrin Dorn schreibt sehr poetisch und in einer schönen Bildersprache und hat gut recherchiert. Bis auf ein paar kleine Unschärfen (z.B. Boleo: ein Schritt, den die Frau ohne Führung selbst tanzt; Begrüßung in Buenos Aires mit zwei (statt einem) Küsschen) haben mir die meisten Geschichten sehr gut gefallen. Leider nur 175 Seiten, die man viel zu schnell ausgelesen hat.
Hier noch zwei kurze Leseproben:
Aus: Maries Messer
Nicht die Leidenschaft selbst, sondern die Zügelung der Leidenschaft ist Tango. Und für die, die nicht einmal jemanden haben, in den sie verliebt sind, ist Tango die Sehnsucht nach der Leidenschaft, nach dem Begehren, ohne das es keine Erfüllung gibt. Bei Piazzolla ist das nicht so. Der macht aus der Leidenschaft selbst Musik. Danach tanzen zu wollen, das ist, als würde man versuchen, im Anzug mit einer Frau zu schlafen. Aber Tango tanzt ein Mann mit einer Frau, damit sie ihm erlaubt, irgendwann den Anzug auszuziehen.
Aus: Balance
Wir gingen zum Tanzunterricht und die Blicke der anderen machten uns zu einem Paar. Der Lehrer zeigte uns einen schwierigen Schritt. Ich sah dich an und erst jetzt merkte ich, dass ich dich gar nicht kannte. Ich hielt mich an deinen Armen fest. Du versuchtest, die Länge deiner Schrtte auf ein gleiches Maß zu bringen. Es gab nichts mehr, was gut war. Nur noch den Wunsch, es könne noch einmal so einfach werden, wie es begonnen hatte. Deine Wechsel zwischen komplizierten Schritten und rasanten Drehungen stimmten mich traurig. Meine Melancholie machte dich rasend. Wütend versuchten wir, uns über den Verlust des Glücks hinwegzutanzen, und es war uns egal, dass wir uns dabei auf die Füße traten.
Natürlich finden auch Kurs und Practica, geleitet von Stefan, statt.
18:00 - 19:30 Uhr offener Anfängerkurs - Einstieg jederzeit möglich
19.30 - 20.30 Practica für jedes Niveau
Geraldine Rojas und Javier Rodriguez in einem Interview aus dem Film "La Confitería Ideál", in dem auch einige der letzten "milongueras" zu Wort kommen.
Darin kommt sehr berührend zum Ausdruck, dass Tango ein Gefühl ist, das man tanzen kann, und keine Show oder das Aneinanderreihen von Figuren. Dem echten "Tangofeeling" kann man noch so sehr hinterher tanzen, ohne Herz wird es sich nicht einstellen und man bleibt immer auf der Suche. Also: Man sieht nicht nur mit dem Herzen gut, man tanzt auch nur mit dem Herzen gut.
Das nächste "La Pista" im Gewölbesaal/Ursulinenhof findet
am DONNERSTAG dem 10.6. 2010 statt.
Schwerpunkt diesmal: NEO- und NON-TANGOS
18:00 - 19:30 Uhr offener Anfängerkurs - Einstieg jederzeit möglich
19:30 - 20:30 Uhr Practica - für jedes Niveau
20:30 - kurz vor Mitternacht Milonga
Tango-Ball im Volkshaus Ebelsberg,
Kremsmünsterer Straße 1 - 3, 4030 Linz
Samstag, 12. Juni 2010, Beginn 20.30 Uhr
Orchester Porque Tango
18.30 - 20 Uhr: gratis Schnupperkurs: Eine gute Gelegenheit, Freunde und Bekannte auf den Geschmack zu bringen!
20.30 - 3 Uhr: Zuhören, Zuschauen und Selber-Tanzen!
Das nächste "La Pista" im Gewölbesaal/Ursulinenhof findet
am DONNERSTAG
dem 27. Mai 2010 statt.
18:00 - 19:30 Uhr offener Anfängerkurs - Einstieg jederzeit möglich
19:30 - 20:30 Uhr Practica - für jedes Niveau
20:30 - kurz vor Mitternacht Milonga
VI. Eschelberger Tangotage 3.-6. Juni 2010
Donnerstag, 3. Juni
19°° Vernissage der Ausstellung "TANGO BEWEGT"
Photographien von Günther Magerl
ab 21°° Fronleichnams - Milonga
Johannes Maria Bogner spielt am Cembalo
Freitag, 4. Juni
15°° - 18°° Tango Technik- und Figuren Bazar
ab 21°° Milonga
Samstag, 5.Juni
15°° - 18°° Tango Technik- und Figuren Bazar
ab 21°° Milonga
Live-Musik: CAPOTANGO
Sonntag, 6. Juni
Tango - Frühschoppen
Tango-Ball im Volkshaus Ebelsberg,
Kremsmünsterer Straße 1 - 3, 4030 Linz
Samstag, 12. Juni 2010, Beginn 20.30 Uhr
Orchester Porque Tango
18.30 - 20 Uhr: gratis Schnupperkurs: Eine gute Gelegenheit, Freunde und Bekannte auf den Geschmack zu bringen!
20.30 - 3 Uhr: Zuhören, Zuschauen und Selber-Tanzen!
Ein event, dessen Wiederholung im nächsten Jahr wegen des großen Erfolges schon feststeht. Super Organisation, schöne locations, tolle Lehrer.
Aber: Der Parkplatzgott ist launisch (oder ist es eine Göttin?): Freitag fanden wir direkt vor dem Palais Palffy und abends unmittelbar vor dem Milonga-Lokal einen Parkplatz. Dadurch ermutigt, wagten wir uns auch am Samstag wieder mit dem Auto in die Innenstadt und fuhren gut 30 Minuten vor Kursbeginn zum 5 Autominuten entfernten Palais Palffy, kamen aber trotzdem 30 Minuten zu spät zum Kurs. Da hat das ganze Visualisieren nichts mehr genützt ...
Wir nahmen am Freitag und Samstag an jeweils 2 workshops bei Chicho & Juana und Sebastian & Mariana teil. Die zur Verfügung stehenden Kursräume waren für die (über)große Anzahl der TeilnehmerInnen aber zum Teil zu klein bzw. die LehrerInnen in der Betreuung sehr gefordert. Beim Boleo-Kurs von Chicho hat es dann auch ordentlich geknallt - ein Foto meines blauen Flecks haben wir ja schon in der Galerie verewigt.
Wenn man die Shows von Eduardo Cappussi und Mariana Flores noch nicht kennt, ist man von ihrem komödiantischen Talent und ihren technischen Fähigkeiten begeistert und freut sich über eine neue Ausdrucksform im Tango.
Jeweils 5 Showtänze gab es am Samstag von den beiden anderen Lehrerpaaren, die sich offensichtlich in Wien sehr wohl gefühlt haben - der Termin für das nächste Festival in Wien wurde bereits fixiert.
Das Orchesta típica de Budapest spielte gut tanzbare und sehr ansprechende Tangos. Immer wieder nett, wenn man Leute trifft, mit denen man irgendwo auf der Welt schon das Tanzbein geschwungen hat - so wie mit Sandor aus Budapest, mit dem ich mich schon im Nino Bien in Buenos Aires vergnügt habe.
Was macht es da schon, dass sich andere aus unserer Wasserflasche bedienen oder beim Aufstehen ihr unter dem Sessel deponiertes Glas ausleeren. Nur blöd, wenn man es nicht bemerkt, durch die Latsche geht und dann beim Drehen nicht vom Fleck kommt, weil der Boden auf einmal so pickig ist.
Wir freuen uns jedenfalls schon aufs nächste Jahr und werden uns den Termin für das Festival fix reservieren, würden uns aber eine etwas differenziertere Kursauswahl wünschen. Zu viele Angebote waren auf (vermeintlich) fortgeschrittene TänzerInnen oder sogar Masterclass ausgerichtet und wie üblich haben sich viele zu hoch eingeschätzt. Und gegen ein paar moderne Tangos auf den Milongas wäre aus unserer Sicht auch nichts einzuwenden.
DIE 3 MUSIKER VON CAPOTANGO BLEIBEN NOCH EINIGE TAGE IN LINZ UND WERDEN UNS HEUTE IM LA PISTA BESUCHEN!
Am Vortag, Donnerstag den 13. Mai gibt es ein Konzert mit dem Trio CAPOTANGO auf der LI+DO (Beginn 20:00 Uhr)
Pablo Greco: Bandoneonist - Arranger - Music Coordinator
Pablo Lazarte: Guitar and Bass player
Gustavo H. Lorenzo: Singer, percussionist and composer
Lt. LI+DO-Programm:
Das Ensemble um Pablo Greco hat sich zwar vor allem dem argentinischen Tango verschrieben, aber dennoch blitzen immer wieder Einflüsse des Jazz, der argentinischen Volksmusik und des Bossa Nova in den Kompositionen der Musiker aus Argentinien und Brasilien durch. CAPOTANGO führt sein Publikum durch die engen, belebten Gassen von Buenos Aires und nicht selten enden die Konzerte der Band in einer bis tief in die Nacht hineinreichenden "Milonga", bei der die 3 Musiker direkt von der Bühne auf's Parkett wechseln. (Kommentar Karin: Schön wär's, uns fehlen derzeit ohnehin jede Menge Männer .... Ich weiß aber nicht, ob man an diesem Abend auf der LI+DO tanzen kann.)
Am Wochenende sind wir beim Tango Amadeus-Festival in Wien und werden Euch dann von unseren Eindrücken berichten.
Liebe BesucherInnen, in den letzten Tagen war unsere Page aufgrund einer Serverumstellung lahmgelegt. Momentan kämpfen wir noch mit langen Antwortzeiten und leider kann man den Blog noch nicht öffnen, wir hoffen aber, dass Ihr Euch die Freude an unserer Seite dadurch nicht trüben lasst - wird schon wieder.......
Wir freuen uns sehr darüber, dass Euch die neue location gefällt und auch der Wechsel von Freitag auf Donnerstag (zumindest für die meisten von Euch) kein allzu großes Problem war.
Der Verein Neo Tango Pasión veranstaltet in Zusammenarbeit mit Tango Eschelberg wieder einen Workshop mit Norma Gómez Tomasi. Ihr Unterricht konzentriert sich auf natürliche, harmonische Bewegungen im Einklang mit der Musik - weniger Kraftanstrengung, dafür aber mehr Tanzvergnügen.
In der Zeit von Donnerstag, dem 8.4.2010 bis So 11.4.2010 finden die Kurse bei Magnus in Eschelberg statt, Montag den 12. und Dienstag den 13.4.2010 im Haus der Frau.
Buenos Aires weint. Ich auch. Morgen geht es nach gut 3 Wochen wieder heimwaerts.
So viele schoene Tanzerlebnisse liegen hinter uns, wir haben neue Freundschaften geschlossen und viel bei der CITA gelernt. Meine Ringe und meine Uhr signalisieren mir aber auch, dass es Zeit wird, von diesem Lotterleben wieder auf Normalbetrieb umzustellen und mich ein wenig aufzupaeppeln sie sitzen so wie die Jeans ordentlich locker.
Linda. Hermosa. Divina. Bonbon. Piropos werden die kleinen Schmeicheleien genannt, mit denen meine Tanzpartner sehr grosszuegig um sich werfen. Auch jeder einzelne Tanz einer tanda wird gelobt. Los angeles bailan die Engel tanzen: Ein alter Tanguero schluchzt mir beim Tanzen ins Ohr, streichelt meine Haare und kuesst mir Haende und Gesicht. Seine Begeisterung ist so gross, dass ich ihn gewaehren lasse, weil ich geruehrt bin. Trotzdem nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen.
Ein zweitaegiger Tango Salon- und Milonga-Kurs mit Javier Rodriguez und Andrea Missé im Salon Canning hat uns deutlich besser als ihr Kurs beim Tangocamp in Duesseldorf gefallen. Ein sehr techniklastiger Unterricht mit 50 Tanzpaaren, die sich ohne Klimaanlage auf engstem Raum im Milonga-Traspie-Rhythmus bewegen und verzweifelt versuchen, Verzierungen an den richtigen Stellen einzubauen. Javier hat es gleich bei der Begruessung vorweggenommen: Willkommen in der Klasse der Transpiration. Der Schweiss rinnt in Stroemen und wir bringen das Parkett zum Schwanken.
Hier einige Milonga-Empfehlungen:
La Garufa/Konex, Sarmiento 3131, Mittwoch ab 23 Uhr: Die Milonga findet in einem alten, nicht klimatisierten Fabriksgebaeude mit Steinboden statt. An heissen Tagen also unbedingt Kleidung aus Naturfasern anziehen, sonst verglueht man, vor allem, wenn man vorher auch am Unterricht von Natalia und Gabriel (Spezialitaet: Milonga) teilnimmt. Die beiden unterrichten am Montag im Canning. Im La Garufa ist die Betreuung durch die geringere TeilnehmerInnen-Anzahl aber wesentlich individueller und und in einem Kurs fuer zumindest mittlerem Niveau findet sich immer eine anspruchsvolle Kombination.
Es ist nicht ueberlaufen, wir sind dort sehr viel zum Tanzen gekommen und durch den reichlich vorhandenen Platz ist es auch kein Tabu, zwischendurch Tango-Nuevo-Elemente einzuflechten.
Bei unserem ersten Besuch gab es Live-Musik mit den Los Reyes del Tango und eine Show mit Geraldine Rojas und Ezekiel Paludi, beim zweiten Mal das Orchester Sans Souci und eine Vorfuehrung von Mariangeles Camaano und Bruno Tombari.
Cachirulo, Maipu 444, Samstag ab 19 Uhr:
Hier wird besonders auf die Einhaltung der argentinischen Milonga-Regeln Wert gelegt, die beim Eingang in mehreren Sprachen aufgehaengt sind.
Wer sich nicht daran haelt, wird vom Organisator angesprochen. Der Raum ist langgezogen, links und rechts sitzen sich die einheimischen Taenzer und Taenzerinnen in kurzem Abstand gegenueber, an den Laengsseiten werden die TouristInnen und die Paare platziert. Bei 2 von 3 Besuchen ist heuer leider die Klimaanlage zum Teil ausgefallen.
Tanzerlebnisse Karin: Konkurrenz sehr gross, trotzdem viel getanzt, Niveau sehr unterschiedlich. El Gitano mit ungarischen Wurzeln: schmatz
Gerhard: mich zieht nichts mehr hin.
La Noche de las Morochas: Riobamba 416, Samstag ab 23 Uhr:
Hierher haben wir uns nach der Hitze im Cachirulo gefluechtet, anfangs tote Hose und daher super Sitzplatze auch ohne Reservierung. Separado also voneinander getrennt. Nach Mitternacht sehr voll geworden.
Karin: kaum eine tanda gesessen, einige ausgezeichnete argentinische Taenzer, erstaunlich, was auf kleinstem Raum alles moeglich ist. Dieser positive Eindruck hat sich eine Woche spaeter bestaetigt ich kann mich vor Einladungen kaum retten.
Gerhard: hab nicht viel getanzt, war jedoch mit meiner Auswahl sehr zufrieden.
Nino Bien, Huberto Primo 1462, Donnerstag ab 22.30:
Fuer uns zwar Pflichtprogramm, aber eher aus historischen Gruenden. Keine vorher angekuendigten Shows (manchmal aber Ueberraschungsgaeste wie letzten Donnerstag eine brasilianische Samba-Einlage). Der Saal ist riesig und das Auffordern von einem zum anderen Ende daher unmoeglich. Immer bis zum letzten Platz gefuellt, daher entweder frueh kommen oder reservieren. Mit den Eintrittsbons bekommt man ein Begruessungsgetraenk, was zumindest die TouristInnen aber meistens nicht wissen. Wie auch im Canning die meiste Zeit eine sehr volle Tanzflaeche und daher nur sehr traditionelles Tanzen moeglich, trotzdem durchaus empfehlenswert.
Gerhard: sehr grosse Auswahl sowohl an Argentinierinnen als auch an Touristinnen.
Karin: so wie ueberall auch hier ein deutliches Ueberangebot an Frauen, meine Sohlen gluehen trotzdem.
Auf unserem ueblichen Weg zum CITA-Seminar war gestern der Weg mit einem Plastikband abgesperrt. Unsere urspruengliche Annahme, dass der desolate Gehsteig repariert wird, wurde durch einen Blick nach oben und weisse Schaumpatzen korrigiert, die weit ueber die Absperrung hinaus durch die Luft geflogen sind
Dass die Oeffnungs- und Arbeitszeiten in Buenos Aires anders als bei uns sind, haben wir ja gewusst, aber soooooooooooooooo lange
Hier ein Schuhputzer an seinem Arbeitsplatz Ecke Corrientes/Callao beim Jausnen:
Eindruecke CITA: perfekte Organisation, herzliche Betreuung, Umbuchung von Kursen, wenn es vom Niveau her nicht passt, kein Problem, tolle Shows und organisatierte Milongas mit Einlagen und Live-Musik.
Paareseminar bei Julio und Corina fuer Fortgeschrittene, 6 x 1,5 Stunden:
Sie konzentrieren sich bei der Betreuung auf Paare, die sie besser kennen und besonders Julio vermittelt uns den Eindruck, dass er sich fuer unsere Fragen nicht wirklich interessiert und Zeit nimmt. Corina hat uns am letzten Tag allerdings schon noch an einem Tiefpunkt wertvolle Anregungen gegeben und motiviert. Die unterrichteten Elemente (giros und colgadas) waren sehr anspruchsvoll, da die beiden die dafuer erforderlich Spiralbewegungen in Perfektion beherrschen.
Paareseminar bei Chicho und Juana fuer Fortgeschrittene, 6 x 1,5 Stunden:
Toller Unterricht, Betreuung auch bei fast 25 Paaren sehr zufriedenstellend. Chicho hat sich in den letzten Jahren sehr positiv veraendert. Eine seiner wichtigsten Aussagen ueber sich selbst gab Gerhard Anlass zum Nachdenken. Chicho meinte, dass er noch vor ca. 8 Jahren den Tango so getanzt hat, dass der Mann jeden Schritt gefuehrt hat und die Frau dieser Fuehrung folgte. Die jetzige Generation arbeitet aber daran, dass jeder Schritt des Herren ein Schritt FUER die Dame sein und ihre Bewegungen antizipieren soll. Er fuegte noch hinzu, dass er mit dem Tango aufhoeren werde, wenn er sich nicht mehr weiterentwickeln wuerde.
Ein Detail am Rande: In Buenos Aires ist es ueblich, die Sitzplatznummerierungen im Theater folgermassen vorzunehmen:
Von links nach rechts z.B. Platz . 11, 9, 7, 5, 3, 1, 2, 4, 6, 8, 10, .. Das hat natuerlich einiges zur Verwirrung beigetragen, noch dazu sind die Reihennummern schwer lesbar oder nicht mehr vorhanden. Die Shows haben durch die langwierige Suche nach dem richtigen Sitzplatz mit groesserer Verspaetung begonnen, als ueblich.
Die Darbietungen haben uns an beiden Tagen begeistert und auch einige nicht so bekannte Paare haben durch originelle Choreographien geglaenzt. Hoehepunkte waren aber auf jeden Fall Chicho und Juana sowie Sebastian Arce und Mariana Montes, die Tanguera mit Spruengen und atemberaubenden Schritten dargeboten haben.
Der Strassenmarkt beginnt bereits an der Plaza de Mayo und hier findet man jede Menge Souvenirs, Tango-Devotionalien, T-Shirts, Schmuck, CDs und auch Filete-Schilder. Wir bringen eines mit der Aufschrift "Tango Neo Pasión" fuer den Verein mit. Die Fileteadores bemalen Holzschilder mit kunstvollen Mustern. Frueher wurden damit Autos und Autobusse verziert, in den letzten Jahrzehnten haben die KuenstlerInnen aber umgesattelt und diese Marktnische fuer sich entdeckt. Sehr beliebt ist das Schild mit dem "Pipi Room".
Im Zentrum der Plaza Dorego gibt es die richtigen Antiquitaeten. Besonders augenfaellig sind die alten farbigen Siphonflaschen, Staende mit Schmuck (die schoensten Ohrgehaenge sind jetzt aber schon weg :-)), Glaswaren, Skulpturen und Kunstgegenstaenden.
Auch Liebhaber von Miniatursoldaten etc. kommen voll auf ihre Kosten hier sind ganze Schlachten nachgestellt.
StrassenkuenstlerInnen, TangotaenzerInnen sowie MusikerInnen runden das Angebot ab und machen den Ausflug zu einem sehr schoenen Erlebnis, der bei keinem Urlaub hier fehlen sollte.
Zwei Kakerlaken haben uns in unserem Zimmer auch schon die Ehre ihrer Anwesenheit gegeben. Ich reagiere immer allergisch, wenn sich etwas schnell bewegt, wenn wir in der Nacht heimkommen und das Licht aufdrehen. Die Biester werden dann gejagt und erlegt. Gerhards Schnabelschuhe eignen sich bestens fuer einen Ueberraschungsangriff. Hasta la victoria siempre!
Das monatliche Durchschnittseinkommen hier liegt bei ca. 1.800 Pesos (Euro 350) und dafuer muessen die Menschen lang arbeiten. Bei unserer gestrigen Fahrt zum Salon Canning sind wir kurz vor 22 Uhr bei einem Friseur vorbeigefahren, wo einer Kundin gerade die Haare gefaerbt wurden und eine andere noch gewartet hat. Bei der Lebensmittelkette Coto (vergleichbar mit Merkur oder Spar) ist jeden Tag (auch Sonntag) bis 22 Uhr geoeffnet. Auch die kleinen (Handwerks)Betriebe und Geschaefte (Schuster, Waescherei, Schmuck, Schuhe etc.) haben Oeffnungszeiten, fuer die bei uns die Gewerkschaft auf die Barrikaden gehen wuerde.
Schuhreparaturen werden in Oesterreich nicht mehr durchgefuehrt, weil die Arbeitszeit zu teuer waere, hier stuerzt sich der Schuster mit Begeisterung auf einen meiner Schuhe, bei dem sich ein Riemchen geloest hat. Auch Naeharbeiten kann er auf einer uralten Singer-Schuhnaehmaschine durchfuehren.
Viele Strecken legen wir mit der subte (U-Bahn) linea A zurueck, die fuer uns guenstig liegt und ein schnelles und vor allem auch sehr billiges Verkehrsmittel ist (eine Strecke mit Umsteigemoeglichkeit 1,1 Pesos). Hier ein paar Impressionen aus den U-Bahn-Stationen:
Ab ca. 22 Uhr sind wir jedoch auf die Taxis angewiesen, die staendig auf der Jagd nach Fahrgaesten durch die Strassen streifen. Oft ergeben sich nette Gespraeche und die Fahrer freuen sich ueber ein bisschen Konversation. Auch wenn wir uns manchmal wie bei der Formel 1 fuehlen und (nicht angeschnallt) auf der Rueckbank hin- und herschwanken, gibt es eigentlich kaum gefaehrliche Situationen, auch wenn es vielspurig dahingeht. Es gibt aber auch schwarze Schafe. Letzte Woche haben wir eine echte Wildsau erwischt, die nicht nur wie gesengt gefahren ist, sondern auch noch gehupt, geschnitten und geschimpft hat, und letztendlich auch noch anderen Taxifahrern den Stinkefinger gezeigt hat. Da haben wir nur gebetet, dass wir bald und vor allem gesund an unserem Ziel ankommen.
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Ediths Vernissage fand am Freitag, Gerhards Geburtstag, in einer Galerie in Palermo Hollywood unter Anwesenheit einer Vertreterin der oesterreichischen Botschaft statt.
Zu bewundern waren auch Installationen eines ebenfalls aus Oesterreich stammenden Kuenstlers, was uns sehr stolz gemacht hat.
Danach gingen wir in den Club Gricel.
Der Altersschnitt lag bei 65+. Unser erster Eindruck war auch deshalb eher schlecht, weil der Holzboden ein bisschen holprig ist. Beim Tanzen stoert es dann aber weniger als befuerchtet und ich bin zwischen 23 und 4 Uhr keine einzige tanda gesessen und hatte einige sehr schoene Tanzerlebnisse. Auch die Show von Alper und Selen hat uns ausgesprochen gut gefallen.
Ein Tipp fuer alle Tangueras, die diese Milonga ausprobieren wollen: Keine Kleider oder Roecke, die weit schwingen oder aus leichtem Stoff sind, anziehen: Die Ventilatoren erzeugen in der Mitte der Tanzflaeche eine besonders heftige Thermik. Den Film mit Marilyn Monroe kennt Ihr sicher, Ihr habt nur leider keine Hand frei, um den Rock beim Tanzen zu baendigen. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung, aber den Herren hat es gefallen ... (Kommentar Tangomax: leider kein Foto vorhanden)
Das Damen-WC ist fuer eine Milonga in Buenos Aires sensationell gepflegt: Man kann die Tueren versperren, es gibt Papier und es wird tatsaechlich geputzt. Das Papier wird uebrigens nach Gebrauch in einem Kuebel deponiert, um keine Verstopfung des Abflusses zu verursachen und die Klofrauen schimpfen auf die Touristinnen, die das entweder nicht wissen oder ignorieren. Ich gewoehne mich im Lauf der Zeit so daran, dass ich mich zu Hause wieder umstellen muss. Vor dem Herren-WC steht ein ca. 2m-Schrank von einem Mann, der zum Haendeabtrocknen Papier zur Verfuegung stellt und bei dem man sicher nicht darauf vergisst, ein wenig Kleingeld auf den dafuer vorgesehenen Teller zu legen.
Apropos Muelltrennung: im europaeischen Sinn gibt es die hier nicht und es faellt anfangs schwer, all das ganz einfach in einem Muellsack zu versenken, was in Oesterreich sorgfaeltig abgewaschen wird, bevor es einem Sammelsystem zugefuehrt wird. Nur die Plastikflaschen werden hier wiederverwertet. Die Mistsaecke soll man nicht vor 20 Uhr vor dem Haus deponieren. Vor den meisten Haeusern gibt es dafuer einen Metallkorb auf einer Stange, wahrscheinlich um den Ratten und Kakerlaken (cucarachas) die Arbeit zu erschweren.
Eine traurige Form der Selektion gibt es doch: Die Aermsten der Armen durchwuehlen die Saecke, bevor sie von der Muellabfuhr abgeholt werden, nach Brauchbarem. Sie gehen dabei diskret vor und hinterlassen moeglichst wenig Spuren, so hindert man sie nicht an ihrem naechtlichen Treiben. Und cartoneros sammeln in der Nacht Karton und Papierabfaelle, die sie auf Transportkarren stapeln und zu den Sammelstellen ziehen.
Ohropax haben hier zwei hervorragende Eigenschaften: Zum einen Daempfen sie den Strassenlaerm, andererseits ist man zumindest naechtens akustisch nicht irritiert, was den Landeanflug der Moskitos betrifft. Man wundert sich nur am naechsten Morgen ueber die neuen Duebel. Konsequenterweise haben auch die Moskitos suedlaendisches Temperament und sind nicht so leicht zu fassen, aber im Team (ich als Spaeherin und Gerhard als Vollstrecker: Tatwaffe Besucherpantoffel) sind wir unschlagbar.
Die Katze unserer Hausherrin bekommt ausschliesslich 2 Sorten Trockenfutter. Unsere Fruehstuecksgewohnheiten goutiert sie daher mit Begeisterung, nachdem sie immer meinen Yoghurt-Becher (natural) ausschlecken darf. Morgen kaufen wir mal Schinken, dann ist sie mir vollends hoerig.
Auch wenn Gringotan noch nicht so oft in Buenos Aires war, hat er doch offensichtlich bleibenden Eindruck hinterlassen: Sogar ein Nachtisch (postre) ist nach ihm benannt worden - natuerlich mit was Geistreichem drin.
Die Plaza Dorego als Flohmarkt zu bezeichnen ist eine echte Beleidigung, denn hier gibt es noch richtige Antiquitaeten en masse zu entdecken. Der Strassenmarkt erstreckt sich ueber mehrere Quadras und findet immer am Sonntag statt, aber das ist eine andere Geschichte....
Buenos Aires ist jedes Mal wieder ueberwaeltigend. 16 Millionen EinwohnerInnen, extremer Verkehr, im Gegensatz zum Namen dieser Stadt Gestank und schlechte Luft, und ein Grossteil der restaurantes laesst VegetarierInnen wie mich eher verzweifeln:
Aber nur hier gibt es genau das, was mich unwiderstehlich anzieht, mich den langen Flug und die Strapazen klaglos ueberstehen laesst und gluecklich macht.
Wir halten hier jedenfalls die Fahnen hoch und haben uns bereits eine Stunde nach der Ankunft ins Nachtleben gestuerzt:
Das Nino Bien
habe ich seit unserem ersten Aufenthalt hier in bester Erinnerung und um uns zeitmaessig entsprechend zu akklimatisieren bleiben wir gleich bis ½ 4 Uhr morgens.
Viele Bekannte der vergangenen Jahr leben entweder nicht mehr oder sind zumindest nicht mehr in der entsprechenden koerperlichen Verfassung, um Milongas besuchen zu koennen. In einigen Jahren wird es keine alten tangueros mehr geben und das macht mich, abgesehen von persoenlichen Freundschaften, sehr traurig. Der Generationenwechsel wird auch enorme Auswirkungen auf den Tourismus haben, da die segunda generation, wie die jungen tangueros genannt warden, sich beim Tanzen ueberwiegend auf Bekannte und Frauen aus Buenos Aires konzentrieren.
Dem hippodromo de Buenos Aires
haben wir ebenfalls einen Besuch abgestattet und dabei (fast) das grosse Geld gemacht: Der Tipp von 5 Pesos auf ein Pferd, das nicht zu den Top-Favoriten zaehlte, hat uns den Wahnsinnsgewinn von 25 Pesos eingebracht (also 5 Euros). Oberirdisch galoppieren die Pferde und gibt es die grossen Emotionen der Gewinner und der Verlierer, unterirdisch kann man ebenfalls sein Glueck versuchen: Auf einer Flaeche von 4 quadras (4Haeuserblocks) gibt es eine Spielhoelle, die in dieser Groessenordnung selbst Gerhard ueberrascht und seine Augen zum Leuchten gebracht hat. Besonders unwiderstehlich finden die portenos die Automaten der Marke Stinkin Rich (Markenzeichen: ein Stinktier)
Abgesehen vom Nino Bien haben wir auch schon im Salon Canning, dem El Beso, dem Cachirulo, der Practica X und dem La Garufa getanzt - also wie zu erwarten jeden Abend. Die Milongas sind weniger frequentiert als in den vergangenen Jahren. Nach Gerhards Ansicht ist der Anteil der argentinischen Taenzerinnen auch wesentlich hoeher als frueher. Das haengt vielleicht doch auch ein wenig mit der Wirtschaftskrise zusammen, die einen Urlaub in Argentinien auch fuer EuropaeerInnen teurer oder unmoeglich macht.
Alles in allem schwitzen wir ordentlich (es ist sehr schwuel, sowohl beim Tanzen als auch beim Probieren von Kleidern und Schuhen: Ich weiss, Euer Mitgefuehl haelt sich in Grenzen :-) ).
http://www.tangodanza.de/
deutschsprachige Tangozeitschrift mit umfangreichem online-shop, Hinweisen zu Tangoreisen, Veranstaltungskalender für workshops und festivals, etc.
Tangodanza ist ausschließlich auf Tango ausgerichtet.
Ein Preisvergleich zwischen DYM, TD und amazon (zwar eingeschränktes Angebot, ist aber doch immer wieder für Überraschungen gut) lohnt sich vor einer Bestellung auf jeden Fall.
Die von uns empfohlene DVD "Café de los maestros" gibt es z.B. bei amazon um Euro 19,90, bei Tangodanza kostet sie schon Euro 21,50, und bei Danza y Movimiento sogar Euro 24,99.
Das Buch von Joaquín Amenábar, "Zur Musik tanzen", ist ausschließlich bei Tangodanza erhältlich (oder bei seinem nächsten Workshop in Linz ...).
Der VereinTango Neo Pasión hatte am letzten Jänner-Wochenende eine Musik-Choriphäe in Linz zu Gast.
Joaquín Amenábar versteht es, seine SchülerInnen durch audio-visuelle Hilfsmittel und zahlreiche Hörbeispiele auch oft gespielte Tangos mit "anderen" Ohren hören zu lassen.
Inhaltlich steht die Musik und nicht das Tanzen im Vordergrund, und sowohl die Männer als auch die Frauen dürfen das Erlernte bei einfachen Führungsübungen umsetzen.
Die Zerlegung von Rhythmus und Melodie ist nicht nur für Anfänger, sondern für alle eine Bereicherung, die sich bei der tänzerischen Interpretation weiterentwickeln wollen.
Im letzten Kurs am Sonntag haben wir uns für das Thema "Form und Struktur des Tango" entschieden, und das war kurz gesprochen genial, aber als 3.Kurs an diesem Tag schon sehr anstrengend..
Joaquin besucht seit einigen Jahren im Winter Europa und manche fortgeschrittenen Tangueros besuchen seine Kurse jedes Mal wieder, weil man immer wieder was Neues hört und das bereits gelernte vertiefen kann.
Sehr empfehlenswert ist auch das von ihm verfasste und mit zahlreichen Illustrationen versehene Buch, dem eine DVD beigefügt ist und das sich hervorragend zum Wiederholen und Üben eignet.
Joaquín Amenábar kommt voraussichtlich das nächste Mal im Jänner 2011 zu uns nach Linz. Ich kann - vor allem den Männern - nur empfehlen, die Chance, von diesem einmaligen Musikpädagogen zu lernen, zu nützen - die Damen werden es ihnen danken!
- Gerhard -
Workshop mit Ismael Ludman & Maria Mondino vergangenes Wochenende in Steyr:
Ein sehr sympathisches Paar, von dem wir uns sehr gut betreut gefühlt haben.
Die beiden haben keine Berührungsängste, kommen von allein und geben Tipps bzw. helfen weiter. Stellen sich auch zum Probieren zur Verfügung.
Unterrichtssprache ist englisch, das sie sehr gut und verständlich beherrschen.
Die sehr ansprechende Schrittfolge (eine Kombination aus planeos und einem boleo) in der special class bestand aus 3 Elementen, die zuletzt verbunden wurden. Der Unterricht war systematisch aufgebaut, es bestand ausreichend Zeit zum Üben und einmal gab es auch einen Partnerwechsel.
Die unterrichtete Sequenz durfte zum Abschluss des Kurses gefilmt werden.
Die 3 bei der Show gezeigten Tänze haben uns ebenfalls sehr gut gefallen.(sind übrigens schon auf Youtube zu finden)
Ismael & Maria kommen voraussichtlich im Herbst wieder nach Steyr - wir freuen uns schon darauf!
- Karin -
Am Donnerstag, dem 18. Februar findet die nächste U-Hof-Milonga statt.
18 Uhr bis 19.30 beginner-Kurs (Einstieg jederzeit möglich), anschließend practica.
20.30 - kurz vor 24 Uhr: MILONGA
Eine große Bitte: Um das anschließende Aufräumen bis spätestens Mitternacht zu schaffen (die Miete wird sonst gleich um einiges teurer) ersuchen wir Euch, Euer Glas beim Heimgehen an der Bar zu deponieren.
Am Wochenende findet in Steyr ein Workshop mit dem argentinischen Lehrerpaar Ismael Ludman und Maria Mondino statt.
Samstag Abend ab 21 Uhr wie gewohnt Milonga.
Wenn Ihr Euch Fotos aus der Galerie vergrößert anschauen wollt, gibt es dafür einen einfachen Trick:
Foto öffnen, rechte Maustaste und "link in einem anderen Fenster öffnen" auswählen. Wenn Ihr die Maus dann aufs Bild bewegt, erscheint ein Plus, das das Foto nach dem Anklicken mit der linken Maustaste nochmal vergrößert. Nach dem Schließen kann man das nächste Foto auswählen.
Viel Spaß!
Der Mate-Strauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stechpalmen. Die Heimat der Pflanze liegt in Südamerika, wo sie wild als Unterholz wächst. In Argentinien trinken etwa 80 % der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche Mate, der Jahreskonsum beträgt 6,4 kg pro Kopf. Mate wurde schon vor der Kolonialisierung von den Ureinwohnern Südamerikas getrunken. Als die Jesuiten das heutige Paraguay besiedelten, begannen sie mit dem systematischen Anbau der Mate-Pflanze und hatten bis zu ihrer Vertreibung im 18. Jahrhundert eine Art Handelsmonopol in ganz Lateinamerika.
Mate bezeichnet ursprünglich das Trinkgefäß (aus dem Quechua mati für Trinkgefäß), heutzutage auch das Getränk, das von den Guaraní caiguá genannt wurde. Die Blätter hingegen werden als yerba bezeichnet.
Mate hier Blätter mit Stängelstückchen: fertig für die Zubereitung
Therapeutische Eigenschaften
anregend für Nerven, Muskeln und Stoffwechsel, harntreibend, die Speichel- und Magensaftbildung fördernd und damit hilfreich bei der Verdauung, schweißtreibend, aufgrund des Koffeingehaltes aktivierend und kreislaufstärkend. Außerdem weist Mate vor allem in Form von Tereré eine leicht abführende Wirkung auf.
Traditionell wird er als leistungssteigernd und hungerstillend eingeschätzt; auch als "Schlankmacher" (1 Stunde vor den Mahlzeiten).
Zubereitung
Kalebasse: ein ausgehöhlter Kürbis
Bombilla: Metalltrinkrohr mit Sieb
Das Getränk wird traditionell aus dem Endteil (Stielende) eines ausgehöhlten Flaschenkürbis (spanisch: "mate"; deutsch: Kalebasse) getrunken. Dazu wird der Flaschenkürbis quer zu seiner Achse so geteilt, dass ein bechergrosses Stück abfällt. Dieses wird ausgehöhlt und getrocknet.
Zum Trinken benutzt man in der Regel eine Bombilla, einen Trinkhalm aus Metall, der am unteren Ende ein Sieb hat. Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte mit yerba gefüllt. Aufgegossen wird nun mit 70 bis 95 °C heißem Wasser, wobei wichtig ist, dass das Wasser bei der Vorbereitung nicht gekocht hat, da sonst nur wenige und bittere Aufgüsse möglich sind.
Getrunken wird der Mate vor allem im Kreis von Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen; einem Gast einen mate anzubieten, ist ein Zeichen der Höflichkeit und Gastfreundschaft. Sowohl die Zubereitung als auch die "richtige" Art des Trinkens werden als Kunst zelebriert und mehr oder weniger streng von zahlreichen Regeln (meist in Form von mündlich überlieferten Reimen und Redewendungen) vorgeschrieben. So gilt es als unhöflich, wenn die bombilla beim Überreichen nicht auf den Empfänger zeigt, oder der Trinker die Runde über Gebühr aufhält. Der Gastgeber trinkt für gewöhnlich den ersten Aufguss, denn dieser ist der bitterste (und den Gästen nicht zumutbar).
Der Person, die den Mate zubereitet obliegt es den Mate stets neu aufzugießen, der dann reihum gereicht wird, den aber jeder Trinker für sich leert und dann zurückreicht. Die Kunst liegt darin, gleichmäßig starken Mate zuzubereiten. Weder darf der Mate nach wenigen Aufgüssen ausgewaschen und schal schmecken, noch das Wasser zu kalt sein oder die Bombilla verstopfen.
Wirtschaftliche Bedeutung
Für die Herstellung von Maté wurden neue Städte mit Röstereien und Veredelungsmühlen gegründet. Das Transportwesen entwickelte sich und begleitende Industriezweige wie die Fassherstellung entstanden. Dieser Mate-Boom hielt bis etwa zum Zweiten Weltkrieg an.
In den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden viele Hektar Land sowie wenig oder nicht genutzte Mate-Betriebe in Brasilien von landlosen Landarbeitern besetzt. Bis heute gibt es über 50 Kooperativen, die mittlerweile offiziell anerkannt und von der Regierung mit Krediten und Infrastruktur unterstützt werden.
Mittwoch, 27.1.10 WDR 0:20
Buenos Aires - Tango & Teatime in Argentiniens Hauptstadt (leider nur 10 Minuten)
Donnerstag, 28.1.10 3SAT 16:30 - 18 Uhr
Auf verwehten Spuren (1-Südamerika, 2-in den Anden)
Neuigkeiten zum Workshop am nächsten Wochenende:
Der Freitag-Kurs wird auf Samstag 13 Uhr verlegt!
Kurse finden im Haus der Frau statt - die MILONGA am Samstag bei Magnus in Eschelberg mit Live-Musik von Joaquìn Amenábar.
Auch Freitag gibt es bei Magnus eine Milonga.
Schwerpunkt liegt diesmal sowohl bei der Praktika als auch bei der Milonga auf den Orchestern Osvaldo Pugliese und Color Tango und Stefan baut das Programm auf dem besonderen Musikstil der beiden Orquestra auf.
nochmals der Hinweis auf den Workshop 29.1. - 31.1.! Inhalte siehe unseren letzten Blog
Wir hoffen, die Eröffnungsmilonga im Ursulinenhof mit Gästen aus Tschechien,Passau, Steyr, Gmunden ....... hat Euch gefallen und bedanken uns für die zahlreiche Teilnahme und die Spenden!
Herzlichen Dank auch an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.
Besonders an "Don Pedro", der uns unermüdlich zu den Vorbereitungen angehalten hat; auch an "Don Esteban", der den Abend mit einer großen Praktikagruppe gestartet hat und auch die anfänglichen Sound- und Lichtprobleme noch super gemeistert hat; ebenso an die beiden Freundinnen von Ivana, die uns hoffentlich auch zukünftig mit Durstlöschern versorgen werden.
Alles in allem war es ein wirklich schöner Abend, und wir hoffen, dass Ihr noch oft ins "La Pista" zum Tanzen kommt!
Fotos dazu gibt es schon in der Galerie.
Künftig beginnt das La Pista mit der Practica um 19.30, die Milonga dauert dann von 20.30 bis 24 Uhr.
So werden die Freitage erträglicher ...
Wie bereits angekündigt, findet Ende Jänner ein absolut empfehlenswerter Workshop mit dem argentinischen Bandoneonisten Joaquín Amenábar statt, den wir Euch sehr ans Herz legen. Joaquín ist ein weltweit anerkannter und sowohl bei TänzerInnen als auch MusikerInnen sehr gefragter Pädagoge. Das Programm ist aufbauend und trägt sehr viel zum Musikverständnis und zur Interpretation im Tango bei.
Hier die voraussichtlichen Inhalte der einzelnen Kurse:
Freitag, 29.01.10 WS 1: Rhythmus 1: Einfacher, halber, doppelter Takt paßgenau zur Musik
19:30 - 21:00 Alle Niveaus
Welche Tempi hat die Musik, woran erkenne ich Rhythmikwechsel und wie interpretiere ich?
Samstag, 30.01.10 WS 2: Melodie: Die Melodie macht uns ein neues Angebot
15:00 - 16:30 Alle Niveaus
Die melodischen Phrasen im Tango Unterschied von Grundrhythmus und Melodie
WS 3: Milonga und Vals
17:00 - 18:30 Alle Niveaus
Die Tempi in Milonga und Vals interpretieren
Sonntag, 31.01.10
WS 4: Rhythmus 2: Die Synkopen im Tango hören und interpretieren
13:00 - 14:30 WS-Inhalte 1 + 2 sollten bekannt sein
WS 5: Milonga II: Milonga lisa und verschiedene Traspie
15:00 - 16:30 WS-Inhalte 1 + 3 sollten bekannt sein
Hier findet Ihr Kraut und Rüben für die nächsten Wochen:
1. Fernsehtipps:
22.12.2009 2.15 nachts WDR
Tango in Irkutsk
25.12.2009 18:15 3Sat
Reisen in ferne Welten; Argentinien
2. Weihnachtsmilonga:
Voraussichtlich am Montag dem 28. Dezember im Anschluss an die practica im Haus der Frau Tangofilm-Schauen, Tanzen, und Weihnachtskekse. Teilt die Kalorien doch mit anderen
3. Silvester
31. Dezember wie jedes Jahr Silvestermilonga bei Magnus mit Feuerwerk um Mitternacht und Glücksballon
4. Bitte immer schön auf dem Boden bleiben! Wir dürfen das letzte Video nicht nachtanzen, nur bewundern!
Wir wünschen Euch schöne Weihnachten, erholsame Feiertage und für 2010 viele schöne Tänze!
Karin & Gerhard
Am Freitag findet das "La Pista" zum voraussichtlich vorletzten Mal im Haus der Frau statt. Der Schwerpunkt liegt auf Non Tangos und Neo Tangos. Beginn der Practica 20.30, Milonga ab 21.30.
Ab 7. Jänner tanzen wir dann im Ursulinenhof.
Am Samstag gibt es in Steyr unter dem Motto "Milonga diabólica" eine Faschingsmilonga mit Schmuckpräsentation. Der Nikolaus wird ja von allerlei himmlischen und teuflischen Gestalten begleitet und die Steyrerinnen und Steyrer sind bekannt für ihre Kreativität. Das müssen wir natürlich fotografisch dokumentieren!
Fotos von der LI+DO gibt es leider erst am Donnerstag abend.
Endlich!!!!!!!!! Nach dem heutigen 2. Lokalaugenschein mehrerer Vereins- und Unterstützungsmitglieder und Test des Bodens auf Comme Il Fauts ist es fix:
Ab 7. Jänner 2010 findet das La Pista im schönen Gewölbesaal des Ursulinenhofs (1. Stock) statt
und wir möchten Euch schon heute zur
Eröffnungsmilonga mit süßen Überraschungen und Gratiseintritt einladen.
Neu ist auch der Wechsel von Freitag auf Donnerstag!!!
Vorläufig behalten wir den 14-tägigen Rhythmus bei. Genaues - auch über den Ablauf der Eröffnungsmilonga - werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Page bekanntgeben.
Wir freuen uns sehr über den neuen Veranstaltungsort mit tollem Sound und stimmungsvollem Ambiente. Ihr könnt gespannt sein!
Diese Woche können wir uns tangomäßig mal wieder so richtig austoben.
Dienstag, 17.11. Tango in der Platane
Freitag, 20. 11. La Pista im Haus der Frau
ACHTUNG: Diesmal beginnt die Practica bereits um 19:30 und die Milonga um 20:30!
Denn am Samstag, 21.11. ist in Linz, im Rahmen von LINZ 09 der NO MUSIC DAY, dem wir uns anschließen! Der Gedanke hinter dieser Veranstaltung, dem sich mehrere Discos und Kaufhäuser bereits angeschlossen haben, ist der, dass Musik in Massen konsumiert wird, sodass Qualität gar nicht mehr erkennbar ist. Das bedeutet nicht, dass in der Milonga von TangoNeoPasión schlechte Musik gespielt wird, aber die ständige Reizüberflutung durch Musik schränkt die Sinne ein.
Musik wird deshalb am Freitag nur bis 24:00 gespielt, danach darf natürlich weiter getanzt werden, allerdings ohne Musik! Tanzt das, was ihr gerade empfindet und was ihr in euch hört und fühlt - ein neuer Weg zu euch und dem Tango.
Samstag, 21. 11. Tangokonzert mit Milonga im Maestro
Fotos werden wir so schnell wie möglich auf die page stellen.
Greetz und bis bald
Karin & Gerhard
P.S. Wir sind am Sonntag zum ersten Mal auf der Crossover-Milonga in der Roten Bar in Wien und schon sehr gespannt.
Wir hoffen, das Workshop-Wochenende mit Julio und Fabiana sowie die Live-Musik von Cantango haben Euch genauso gut gefallen wie uns.
Als nächstes Event des Vereins Tango Neo Pasión freuen wir uns am letzten Jännerwochenende 2010 auf den argentinischen Professor für Bandoneón Joaquín Amenábar .
Er unterrichtet auf Deutsch und verschiedene Kurs-Niveaus machen seine Workshops sowohl für AnfängerInnen als auch für weit fortgeschrittene Tänzerinnen und Tänzer empfehlenswert.
Dabei werden keine Schrittfolgen unterrichtet, sondern die Kurse bestehen zu 90 % aus praktischer Arbeit und beschäftigen sich mit Musikalität und musikalischer Interpretation im Tango. Joaquín Amenábar ist eine bekannte Größe in der Tangoszene und seine Workshops sind sehr gefragt.
Freitag, 30.10.200920:00 - 21:30:
Männer und Frauentechnik (getrennter Kurs) ab mittleres Niveau
Samstag, 31.10.2009 12:00 bis 13:30: Caminadas (alle Niveaus)
Wenn man immer gleich im gleichen Takt tanzt, wird irgendwann der Tango sportlich und macht keinen Spaß mehr. Mit Verzögerungen und Verzierungen in den Musikpausen kann man in der Melodie weiter tanzen, auch beim Gehen kann man verdoppeln oder verzögern. Eine Möglichkeit für das Paar, mehr Ausdruck und Genuss in den Tanz zu bringen.
14:00 bis 15:30: Arrastres (ab mittleres Niveau)
= barridas: Drehen auf der Achse und den Fuß des/der TanzpartnerIn wegschieben. Sehr, sehr schön! Planeos sind elegante Bewegungen, bei denen das gestreckte freie Bein des Mannes oder der Frau über dem Boden kreist. Hat man den Dreh einmal raus, will man sie nicht mehr missen.
16:00 bis 17:30: Milonga (ab mittleres Niveau)
davon kann man nie genug lernen! Auch super für Tango nuevo
18:00 bis 19:30: Cadenas (nur für sehr hohes Niveau)
Cadenas sind sich wiederholende Schrittfolgen, die symmetrisch sind und spektakulär oder unauffällig auf der Bühne oder in der Milonga getanzt werden können. Eine super Figur für Mann und Frau... kombinierbar mit Ganchos/Boleos/Saltos.
Sonntag, 1.11.2009 12:00 - 13:30:
Tango de Milonguero (ab mittleres Niveau)
Schrittkombinationen im engen Stil
13 Uhr 29, 1 Besucher ist gerade anwesend.
Der/die nächste ist unser/e 1000. gezählte/r BesucherIn.
Bitte melde Dich - es gibt dann eine kleine Überraschung.
Für Oktober ist ein umfangreiches Programm des neu gegründeten Vereins in Vorbereitung:
Donnerstag, 15.10.: Konzert mit Ciudad Baigon in Ottensheim
Details siehe auf unserer "Tango Argentino"-Seite
Samstag, 24. 10.: Neotango Konzert mit Kristoff Becker (Elektrochello),
mit Milonga
Beginn: 21 Uhr im Café Landgraf
Karten gibt es zu Euro 15 bzw.12 bei Robert oder Stefan
30.10. - 1.11.: Workshopwochenende mit Fabiana und Julio
Einen Vorgeschmack auf dieses interessante Paar bekommt Ihr bei den Videos!
Bitte merkt Euch die Termine vor, wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme! Details folgen in Kürze!
Am Freitag, dem 11. September, entfällt das "La Pista" im Haus der Frau.
Stefan ist am Samstag in Neuhaus unser TJ und tanzt mit Maria vor!
Tut mir leid wegen der Fotos vom Dienstag - habe leider ein technisches Problem. Sollte ich´s noch hinbekommen, werden sie natürlich nachgereicht.
Yeppp - doch noch geschafft...
Der Tango wurde vom Vatikan als "sündiger" Tanz gesehen, bis der Tänzer Vasquito Ain nach Rom reiste und Papst Pius XI einen Tango zu "Ave Maria" vortanzte.
Anfang des 20. Jahrhunderts konnten sich die Besitzer der Freudenhäuser in Buenos Aires wegen der Frauenknappheit oft über lange Warteschlangen vor ihren Etablissements freuen. Manchen Kunden wurde die Wartezeit nach ihrer harten Arbeit in den Docks aber zu lang und sie gingen daher wieder. So wurden, um sie bei Laune zu halten, kleine Orchester engagiert, die angeblich den Tango orillero kreierten. Sein Name entstand, weil er an den Ufern (orillos) des Río de la Plata gespielt wurde.
In den 60er-Jahren war der Rock and Roll in Argentinien so populär, dass der damalige Präsident ein Dekret unterzeichnete, das die Radiostationen zwang, jede Stunde einen Tango zu spielen.
Tangoball in Neuhaus in Tschechien (mitorganisiert von Martin und Ivana) unter starker Beteiligung der Linzer und Steyrer Tangoszene. Tangueros aus Deutschland haben sich ebenfalls angekündigt.
Nichts wie hin!
Endlich ist es soweit! Die von uns kommentierten Tango-Gebote
von der Eröffnungsveranstaltung des Osterfestivals in Basel findet Ihr auf der Tango Argentino-Seite. Zum Schmunzeln, zum Nachdenken, zum Anregen.
Leider waren unsere Bemühungen um einen neuen Veranstaltungsort fürs La Pista bisher noch nicht erfolgreich. Wir bleiben daher bis auf Widerruf im
Haus der Frau. Über einen Ortswechsel informieren wir Euch rechtzeitig auf unserer Seite und auf der Vereins-Homepage.
Der provisorische Vorstand des 1.Tango Argentino Verein Linz "Tango Neo Pasión" traf sich fast vollständig zur 1. offiziellen Vorstandssitzung in Peters Garten. 6 Stunden lang wurde über die Linzer Tangozukunft, Lokalsuche etc. diskutiert. Momentan sind wir knapp 20 Mitglieder und würden uns über jeden freuen, der uns auf irgendeine Art unterstützt.
Wir suchen auch noch eine/n StellvertreterIn für unsere Kassierin, TJ´s, usw.
Salsa am Schiff in Linz - mit kleiner Tangoeinlage
Das nächste La Pista am Freitag, dem 17. Juli findet NICHT in der Tanzschule Meißner statt, die jetzt in die Lederfabrik umgezogen ist, sondern im HAUS DER FRAU, Volksgartenstraße 18, 4020 Linz.
TJ: Reinhard
Wenn jemand einen Saal weiß, in dem die zukünftigen Milongas stattfinden können, bitte bei Stefan melden!
... als Freiräume und Spielräume, die von einem der Tanzenden im Paar dem anderen Part eingeräumt und die als Geschenk vom anderen Part wahrgenommen und selbstständig genutzt werden.
Für alle, die sich Tanguera ansehen wollen, ein Hinweis:
Das Musical dauert angeblich nur eine gute Stunde (und die Eintrittskarten sind nicht billig) . Damit man nachher nicht enttäuscht ist, vielleicht gleich einen Tag aussuchen, an dem man anschließend noch eine Milonga besuchen kann.
Gustavo Naveira & Giselle Anne
Pablo Villarraza & Dana Frigoli
Javier Rodriguez & Stella Missé
Adrian Veredice & Alejandra Hobert
Damian Esell & Nancy Louzan
Ozhan Araz & Serkan Gokcesu
Pino Dangiola & Natalie Brateli
Live Musik:
Sexteto Milonguero, Buenos Aires
Die haben wir im Salon Canning schon live gehört und waren begeistert!
Besonders spannend finden wir den Ansatz, den das Tangocamp Düsseldorf bereits seit einigen Jahren verfolgt: Man kann sich weder die LehrerInnen, noch die Kursinhalte aussuchen, sondern wird während der gesamten Festivalzeit in einer Gruppe, die dem Niveau entspricht, in dem man sich selbst eingestuft hat, unterrichtet. Wir fragen uns, ob sich die VeranstalterInnen damit Organisationsaufwand ersparen wollen oder ob es didaktisch was bringt. Vielleicht trägt es ja auch dazu bei, dass man andere FestivalteilnehmerInnen besser kennenlernt und dann auf den Milongas auffordert. DJ's legen in zwei Räumen auf. Einer mit traditioneller und einer mit mehr Neo- und Nontango Musik
Buenos Aires zwischen Leidenschaft und Melancholie
Das Seelenleben einer extravaganten Stadt
Film von Carsten Thurau
(Erstsendung 7.10.200
Buenos Aires ist die zweitgrößte Metropole Südamerikas. In der argentinischen Hauptstadt leben zehn Millionen Menschen, die meisten von ihnen sind Nachfahren von europäischen Einwanderern. Sie nennen sich Porteños, "die Menschen am Hafen". Buenos Aires wurde für Unzählige von ihnen zu einer neuen Heimat, aber sie fühlen und denken wie Europäer. Mitunter kommen sie nicht zurecht mit der schwierigen Suche nach der eigenen Identität. Wohl auch deshalb gibt es in Buenos Aires so viele Psychologen und Therapeuten wie in New York. Ein Stadtviertel heißt in Anlehnung an den Erfinder der Psychoanalyse sogar "Vila Freud".
In der Reportage "Buenos Aires zwischen Leidenschaft und Melancholie" ist Carsten Thurau mit demTaxi unterwegs in der argentinischen Hauptstadt. Der 61-jährige Taxifahrer Nicolás Hidalgo, der seit 35 Jahren über die großen Avenidas und kleinen Straßen fährt und das Seelenleben und die Eigenarten seiner Fahrgäste bestens kennt, führt durch die Metropole. Unter anderem macht er im Stadtteil Palermo Viejo Halt, in dem zahlreiche Designer ihre Boutiquen eröffnet haben - darunter auch die 27-jährige New Yorkerin Amanda Knauer. Die Reportagezeigt aber auch die Not der Tausenden, die abends in die Innenstadt strömen und im Müll nach Papier und Verwertbarem suchen, die sogenannten Cartoneros. Wie schmerzhaft die Aufarbeitung der eigenen Geschichte ist, die Zeit der blutigen Militärdiktatur, schildert Enrique Funkman. Er wurde in der berüchtigten Militärschule ESMA inhaftiert und gefoltert.
In der nächsten Zeit gibt es jede Menge interessante Veranstaltungen, die hoffentlich für glühende Sohlen sorgen werden:
Donnerstag, 14. Mai,
Tangobar, Wien: Showtanz mit Nancy Louzan und Damián Essel
Mit Workshopangeboten von Donnerstag bis Sonntag; Freitag Milonga in der Galeria Ideal und Samstag Crossover-Milonga
Sehr gutes, sympathisches Lehrerpaar, bei dem wir schon einige Workshops besucht und auch Privatstunden genommen haben.
Rhabarber, Chinarinde, Enzian und Bitterorangen:
veredelt zu APEROL kann man damit ganz einfach köstliche Getränke herstellen.
Hier die Rezepte für 2 Aperol-Cocktails:
1. Aperol Orange
Aperol nach Geschmack (wir nehmen ca. 5 Teile Saft, 1 Teil Aperol)
mit Orangensaft mischen (auch sehr gut mit frisch gepresstem Blutorangensaft).
Da geht - nicht nur wegen der schönen Farbe - die Sonne auf ...
2. Aperol Triple
Sekt, Aperol und Orangensaft zu gleichen Teilen mischen.
Auch sehr gut als Aperitif geeignet.
Einer ist jedoch meist nicht genug ...
Vom 1. bis 13. Dezember macht das Tangomusical Tanguera auf seiner erfolgreichen und umjubelten Welttournee auch in Österreich Station.
Karten für die Aufführungen im Museumsquartier in Wien sind bereits erhältlich!!!
Nachdem wir diese homepage ja nicht nur für uns, sondern auch für Euch gestalten, wäre es schön, von Euch Gästebucheinträge und auch sonstige Beiträge, Kritiken, Vorschläge,etc. zu bekommen. Dazu ist es aus Sicherheitsgründen erforderlich, sich ganz einfach als Mitglied registrieren zu lassen. Sobald wir Euch freigeschaltet haben (dauert 1-2 Tage), könnt Ihr Euch durch Anklicken des grünen "+"-Symbols auf der Gästebuchseite eintragen.
Also los geht´s - wir würden uns freuen - Karin & Gerhard
Die Seemaus bereist nicht die 7 Meere, sondern bewohnt den Sand der Nordsee. Dort gräbt sie, verborgen im Wattboden, nach Aas und anderer Nahrung.
Die Seemaus ist ein Wurm, allerdings nicht geformt wie ein Regenwurm, sondern oval. Sie ähnelt dem weiblichen Geschlecht und einem in Skandinavien umgangssprachlichen Wort dafür verdankt sie ihren Namen.
Auch ihr wissenschaftlicher Name aphrodita aculeata, stachelige Aphrodite, spielt darauf an. Auf dem Rücken und an den Flanken ist sie dicht mit Chitinborsten besetzt, die mit schillernden Haaren vermischt, besonders gut Licht leiten. Die spezielle Struktur dieser Haare war für englische Techniker Anregung zu völlig neuartigen Leitungen, mit denen bei der Telekommunikation große Datenmengen ohne Spannungsverluste über weite Strecken übertragbar sind.
Und wenn ihr meint, die Seemaus sei halt doch nur irgend so ein Wurm: 2007 wurde sie zum "Wurm des Jahres" gekürt.
Buenos Aires ist eine Stadt fortwährenden Frühlings, ständig blüht einer der gut 2 Millionen Bäume (Magnolien-, Akazien-, Affenbrotbäume, Jacarandas u.v.a.)
Hundeführer (pasadores de perro) gehen mit den Hunden der berufstätigen Portenos Gassi. Wie man sieht, halten sich nicht alle an die maximal 8 erlaubten Tiere.
Backofen auf 180 Grad (160 Grad Umluft) vorheizen.
In einer Schüssel 150 g Mehl und 1 Pkg. Backpulver gut vermischen, 3 Eier, etwas Salz und Pfeffer beimengen und mit dem Schneebesen kräftig verquirlen.
Nach und nach 100 ml Sonnenblumenöl, 125 ml warme Vollmilch und 10 dag geriebenen Parmesan einrühren.
200 g Räucherlachs in dünne Streifen schneiden und mit reichlich gehacktem Schnittlauch unter den Teig rühren.
Teig in eine ungefettete Form (am Besten Silikon) geben und 45 Minuten backen.
Kann auch mit Schinkenwürfeln, angebratenen Champignons, Erbsen, etc. variiert werden.
In Muffin-Förmchen gebacken und mit Blattsalaten garniert eine originelle Vorspeise.
In der Februarausgabe der Wienerin gibt es eine mehrseitige Reportage über Tango. Aufhänger ist der kürzlich erschienene Fotoband Tango Argentino in Buenos Aires der Münchnerin Sonja Allgaier (Verlag terra magica). Der Argentinier Nicolas Bertucci, der in Wien lebt und unterrichtet, schildert, was der Auslöser für ihn war, mit dem Tanzen zu beginnen. Ergänzt wird die Reportage durch einige links (leider stimmt der link www.tangoshop.at nicht, richtig: www.tangoschuhe.at)
Karin hat mit dem tanguero auf der 2. Seite schon getanzt ...
1) agua natural y sin gas = ungekühltes Mineralwasser ohne Kohlensäure. Für uns die wichtigsten Worte im täglichen Überlebenskampf in Buenos Aires. Die Argentinier servieren üblicherweise die Getränke ansonsten sehr kalt und mit Eiswürfeln. Zusammen mit der aire acondicionado, die meist auf Stufe mörderisch steht, für EuropäerInnen der sicherste Weg, rasch die Stimme zu verlieren.
2) Klammergriff: wurde in den Anfängen des Tangos dafür eingesetzt, dem Kopf der Tanzpartnerin möglichst wenig Bewegungsfreiheit zu geben und es ihr dadurch unmöglich zu machen, anderen Tangueros während des Tanzens schöne Augen zu machen gut, dass es uns heute in dieser Hinsicht besser geht :-)
3) Teatro Colon: ist eine kleine Stadt in sich und beschäftigt ca. 1500 Personen. Im Mai 2008 feierte es seinen 100. Geburtstag. Für viele gilt es als das schönste Opernhaus der Welt mit einer herausragenden Akustik. In seinen unterirdischen Archiven lagern mehr als 36.000 Perücken und 30.000 Hüte. Weiters stehen 80.000 Kostüme und 45.000 Paar Schuhe für die diversen Aufführungen zur Verfügung aber laut Gerhard ist das gar nichts gegen den Fundus in meinem Schrankraum
4) CITA: bedeutet auf Spanisch Verabredung und ist gleichzeitig der Name eines großen Tangofestivals, das jährlich im März in Buenos Aires stattfindet. Die besten und interessantesten argentinischen LehrerInnen halten sich dann in der Stadt auf und unterrichten Lernwillige aus der ganzen Welt. Die Showtänze sind auf DVD´s erhältlich (siehe LINKS) aber leider incl. Versand und Zoll sehr teuer.
Drei Minuten mit der Wirklichkeit
von Wolfram Fleischhauer
:-) :-) :-)
Ein Buch, das jede/n begeistert, der selber Tango tanzt, und auch diejenigen fesselt, die etwas über Argentinien und seine jüngere politische Vergangenheit erfahren wollen. Eine Liebesgeschichte, die zum Politthriller wird. Man merkt an der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema, dass Wolfram Fleischhauer selber tanzt. Nicht von ungefähr hat er als Buchtitel den Namen eines Stückes von Astor Piazolla gewählt.
Empfehlen kann ich von diesem Autor auch Die Schule der Lügen, Die Purpurlinie und Die Frau mit den Regenhänden. An Das Buch, in dem die Welt verschwand bin ich nach 300 Seiten gescheitert.
Wolfram Fleischhauer ist ein spannender Erzähler, der alle seine Bücher präzise recherchiert und Unterhaltung auf hohem literarischem Niveau bietet.
Alle Bücher sind bei amazon im paperback erhältlich.
Tango Tanzen in Buenos Aires
von Maike Christen
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Hier finden die Glücklichen, die eine Reise nach Buenos Aires planen, interessante Informationen für einen gelungenen Aufenthalt. Die einzelnen Kapitel befassen sich sowohl mit den Reisevorbereitungen (Unterkunft finden, Geld wechseln, die beste Reisezeit usw.), als auch mit den ersten Schritten in Buenos Aires (z.B. Verkehrsmittel, Verhaltenstipps bei Tag und Nacht).
Hinweise auf Tango-Musik, Tango-Mode und vor allem die Schuhgeschäfte dürfen in einem solchen Buch natürlich auch nicht fehlen.
Weiters werden die 20 aus Sicht der Autorin besten Milongas besprochen und einige Tango-Lehrer werden im Porträt vorgestellt.
Abgerundet wird der übersichtliche Band, der in keinem Handgepäck fehlen sollte, mit Empfehlungen für Tango-Orte und andere sehenswerte Plätze.
Auch dieses broschierte Buch kann man bei amazon bestellen.
Der Buenos Aires: Reiseführer
von Peter Glaus
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ist dagegen sehr enttäuschend. Fehlerhaft von den Inhalten her, stilistisch schlecht und orthografisch unter jeder Kritik. Die Kosten für dieses Buch sollte man sich sparen.
Buenos Aires Intensiv
von Heinz Peter Schwerfel
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Vor allem für diejenigen interessant, die bereits in Buenos Aires waren und ihre Eindrücke mit denen des Autors vergleichen wollen, der mit einer Argeninierin verheiratet ist und schon viele Jahre in der Metropole am Rio de la Plata lebt und daher eine sehr genaue Sicht auf die Portenos und ihre Stadt hat.
Liebevoll aber auch kritisch, mit Humor und feiner Beobachtungsgabe beschreibt er Ausschnitte aus dem Leben von Architekten, Psychotherapeuten und Busfahrern, setzt sich mit Literatur, Geschichte und Politik auseinander, berichtet vom Alltag und vom Nachtleben in der argentinischen Hauptstadt, von Vergangenheit und Zukunft, und zieht einen mit diesen Geschichten in seinen Bann.
Kurios: Die Schönheitschirurgie boomt (auch bei Präsidentin Christina Fernández de Kirchner) und Buenos Aires hat eine höhere Dichte an PsychoanalytikerInnen als New York.
Fazit: ein sehr informatives, lebendig geschriebenes Sachbuch, das ich immer wieder gerne zwischendurch hervorgeholt habe, um einzelne Kapitel zu lesen und das mit den Worten Suerte Buenos Aires endet.
mit dem Mixer kneten.
Mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben,
danach auf bemehltem Backpapier ausrollen.
Mit reichlich Apfelstückchen`ohne Schale, Kristallzucker und Zimt füllen und dann einschlagen.
Rohr auf 220 Grad vorheizen,
dann auf der untersten Schiene bei Unter-/Ober-Hitze ca. 30 Minuten lang backen, bis die ´Schlangerl` goldbraun und knusprig sind
---> YUMMIE (schmeckt auch Nicht-TangotänzerInnen )
Teig eignet sich auch ideal für Nussschnecken, Gemüsestrudel, etc.